23.05.2016

Streifenshirt Burda 6722

Mir fehlen Oberteile, die vielseitig zu kombinieren, Mischmaschwetter geeignet sind und trotzdem nicht ganz langweilig aussehen. Der Burda Schnitt 8722 hat eine schöne Ausschnittform und durch die Teilungsnähte auch die Möglichkeit, verschiende Stoffe zu kombinieren oder Reste zu verarbeiten.



Für die erste Version habe ich einen qualitativ nicht so hochwertigen Streifenstoff aus meinem Fundus genommen und die Schulterstücke längsgestreift zugeschnitten.




Mit der Passform bin war ich ganz zufrieden, auf den Bildern fällt mir allerdings eine Falte oberhalb der Burst auf.


Das Shirt ist schmal geschnitten, hier sieht man, dass ich eine Hose mit einer dicken Gürtelschnalle trage, den sollte ich beim nächsten Mal vielleicht besser weglassen.

Der Beleg des unteren Vorder- und Rückenteils wird direkt mit angeschnitten, die Schulterpassen sind gedoppelt und werden vorher auf den Beleg aufgenäht. Vielleicht würde ich Beleg beim nächsten Mal separat zuschneiden, dann hätte ich zwar eine Naht, könnte dafür aber die Schulterpassen zwischenfassen.


Bei geraden Ausschnitten besteht schnell die Gefahr, dass er etwas absteht, wenn man sich bewegt oder die Schultern etwas nach vorne bebeugt sind. Ich habe den Beleg im Nachhinein noch mit Einlage versehen und finde, dass er ganz schön anliegt.

Insgesamt bin ich mit dem Schnitt zufrieden und werde ihn sicherlich noch einmal nähen.

18.05.2016

Burda Frühlingsjacke am Me Made Mittwoch

Die Temperaturen lassen im Moment sehr zu wünschen übrig, aber wenigsten ist es abends lange hell, sodass wir trotz eines langen Arbeitstages noch draußen Fotos machen konnten. Meine Jacke nach einem Schnitt aus der Burda 2/2015 ist schon lange fertig und wurde auch schon oft getragen:
 


Ich wollte sie genau wie in der Burda abgebildet aus einem kamelfarbenen Stoff haben und habe mich für einen edlen Wollstoff entschieden. Er ist sehr weich und fein, beim Nähen der schrägen Teilungsnähte im Rücken musste ich sehr aufpassen, den Stoff nicht zu verziehen. Das Vorderteil hatte ich dirket komplett mit Einlage (außnahmsweise die teure 700 und etwas, die Burda immer angiebt) versehen, vermutlich wäre es nicht schlecht gewesen, alles Teile damit leicht zu verstärken.

Bei Burda ist das Vorderteil schmaler, ich habe es breiter zugeschnitten, damit die geraden Teilungsnähte aufeinander treffen. Das fand ich harmonischer. Zum Vergleich hier die technische Zeichnung:
Dadurch musste ich auch die Knöpfe etwas anders setzen. Ich habe ein wenig experimentiert und fand die Dreieckslösung am besten. Ein Knopfloch habe ich in die Teilungsnaht gearbeitet. Die Taschen habe ich weggelassen. Gefüttert ist die Jacke mit einem jeansblauen Futter.


Auf Bildern sehe ich immer etwas, was ich zu bemängeln habe, aber in Wirklichkeit bin ich mit der Jacke sehr gut zufrieden! Hier und hier könnt Ihr weitere schöne Versionen der Jacke sehen. Und hier geht es zum Me Made Mittwoch, wo Katharina uns einen Einblick in die Tiefen ihres Kleiderschranks gewährt. Sie nimmt am MeMadeMay teil und nutzt ihn zu einem Kleiderschrankcheck. 

16.05.2016

Samtmantel


Es ist Zeit, mich mal wieder ein wenig unter's Volk zu mischen.... allerdings mit einem Mantel, der mir den letzten Nerv geraubt hat. Das fing schon mit dem Schnitt (Burda 6772) an.
Zu weit, zu groß, das Oberteil hätte etwas länger sein können - jetzt ist die Teilungsnaht ultra knapp genäht, im Rücken war dafür viel zu viel Stoff und die Kellerfalte musste ich auch deutlich reduzieren  und   und   und ...

Dazu hat mir der Stoff das Nähen echt schwer gemacht. Eigentlich ein sehr schöner leicht stretchiger Baumwollsamt in einem  Jeansblau,


allerdings blieben alle getrennte Nähte sichtbar und gut gerutscht ist er auch nicht.

Schon bei den Knopflöchern angekommen, hätte ich ihn fast noch in die Ecke geschmissen, denn sie wollten und wollten sich nicht ordentlich nähen lassen. Der Stoff rutschte einfach nicht gut und franzte aus.

Ich weiß gar nicht, woher ich das Durchhaltevermögen genommen habe, den Mantel fertig zu nähen.






Ich habe den Mantel erst ein oder zwei Mal getragen und bin mir auch nicht sicher, ob ich ihn viel tragen werde. Ich glaube, ich mag lieber weiche kuschelige Mäntel. Vielleicht muss ich mich aber auch einfach nur daran gewöhnen. Ich werde ihm im Herbst eine Chance geben und dann zum Abschluss des Nähjahres berichten, wie ich mich in ihm fühle und ob er bei mir bleiben darf.


Der MeMadeMay hat mir Lust gemacht, wieder etwas aktiver zu sein, ein Instagram Account habe ich schon erstellt und vielleicht krieg ich gleich noch ein Handfoto hin und schmuggel mich unter die zahlreichen Teilnehmer. Auf jeden Fall wird es hier in nächster Zeit wieder mehr zu sehen/lesen geben. Ist ja nicht so, als hätte ich nicht genäht.