29.09.2011

Bahnenrock

Heute hatte ich frei, wenn man Staubsauben, Waschen, Einkaufen, Kochen und Arztbesuche mit den Kindern als FREI bezeichnen möchte. Weil ich weiß, dass solche freien Tage einfach immer viel zu kurz sind, habe ich heute morgen direkt nachdem die Kinder aus dem Haus waren, den noch fehlenden Saum an meinem Stoff und Stil Rock genäht. Später wäre es wohl nichts mehr geworden.


Es ist das erste Stoff und Stil Schnittmuster, das ich genäht habe und ich bin sehr zufrieden. Es ist ein Einzelschnitt, man sollte also vorher messen, um die richtige Größe festzustellen. Ich bin auf Größe 36 gekommen (sonst trage ich auch oft 34) und musste den Rock im nachhinein ein wenig enger machen. Trotzdem würde ich beim nächsten Mal auch wieder Gr. 36 bestellen. Das Schnittmuster ist bereits ausgeschnitten, und zwar nicht aus Papier, sondern aus ganz dünnem Vlies. Ich fand das ganz angenehm, weil es nicht so auf dem Stoff hin und her rutscht und weil man es wahrscheinlich ganz oft aufstecken kann, ohne das die Stecknadeln Löcher hinterlassen, die bei Papier irgendwann einreißen. Außerdem war die Nahtzugabe schon enthalten.

Und so sieht das gute Stück aus

 

Oben eine Passe und unten insgesamt 8 Bahnen. Ganz schlicht aus Jeans, die Nähte mit dickerem Jeansgarn abgesteppt. Den Saum habe ich nur zweifach abgesteppt und den Stoff unterhalb dieser Nähte in kleinen Abständen immer wieder eingeschnitten. So franzt der Saum aus (hab ihn gleich mit in die Waschmaschine getan). 
Seitlich hat der Rock einen nahtverdeckten Reißverschluss. Ich verwende fast immer nahtverdeckte Reißverschlusse, finde ich einfach schöner. Sonst habe ich immer zuerst den Reißverschluss eingenäht und erst dann die Naht unterhalb geschlossen. Meistens bin ich aber nicht dicht genug an den Reißverschluss herangekommen und musste noch ein paar Handstiche hinzufügen. Und manchmal hat sich auch eine kleien Beule unterhalb des Reißverschlusses gebildet und ich musste alles noch einmal auftrennen. Dieses Mal habe ich die Methode von hier angewendet und zuerst die Naht geschlossen. Es hat super geklappt, so werde ich es in Zukunft immer machen!

Wir hatten hier heute übrigens ein traumhaftes Wetter und auch die Aussichten sind super, da kann ich bestimmt noch ein Bild nachreichen, auf dem ich den Rock trage.
Bis dahin!

27.09.2011

welches Schnittmuster

Im neuen Boden-Katalog ist ein Kleid, das mir sehr gut gefällt und welches ich gerne nachnähen möchte. Hat jemand eine Idee, welches Schnittmuster ich als Basis dafür nehmen kann? (Kaufen geht irgendwie nicht mehr :-) )

So sieht das Kleid aus

Quelle: bodendirect


und hier ist der Link zur Boden-Seite.

Ich hoffe auf eure Ideen!

DANKE
Ich habe mich total über eure vielen Vorschläge gefreut. Meine schlechte Laune (beide Kinder krank, schon den halben Sonntag in der Ambulanz verbracht und einfach keine Zeit zum Nähen) von heute morgen war ruck zuck verfolgen und der Tag trotz Arbeit und Arztbesuchen gar nicht so schlecht. Jetzt habe ich endlich Feierabend und mir eure Schnittvorschläge angeschaut. Es kribbelt schon in den Fingern, deshalb werde ich zunächst das Knip Kleid aus der Juni Ausgabe herauskopieren und mir den Schnitt dann einmal genauer ansehen - die Zeitschrift habe ich nämlich hier. Die älteren Knipausgaben habe ich leider nicht und es wird sicherlich auch sehr schwer sein, daran zu kommen. Den Simplicity Schnitt finde ich auch klasse, mmmh vielleicht sollte ich mir den auch besorgen. Gedanken mache ich mir zu den Ärmeln, die meisten schmalen Kleider haben keine oder nur ganz kurze Ärmel. Das wird sicherlich einen Grund haben. Das Knip-Kleid hat  3/4 Ärmel und scheint somit ärmeltauglich zu sein. Ich bin selber ganz gespannt und hoffe, dass ich es gut umsetzen kann.
Schön, dass so viele von euch das Kleid auch schon ins Auge gefasst haben, da freue ich mich schon auf die verschiedenen Samt- und Cordvarianten, die es bald zu sehen gibt. Also noch einmal ganz vielen Dank!

21.09.2011

Me Made Mittwoch





oder Fotosession mit Tochter. Ich glaube, sie hat mindestens 30 Fotos gemacht, aber alle hier darzustellen, würde wohl den Rahmen sprengen. (Ich hoffe, du verstehst das, liebste M.)

Deshalb nur noch eins, mit Jacke und Schal, weil es gleich raus zur Arbeit geht.



Fast hätte ich es vergessen Details zum Kleid findet ihr hier.

Wer sonst noch mitmacht, hat CAT aufgelistet. DANKE dafür.

Allen einen schönen Tag und bis heute Abend bei der ME MADE Runde.

18.09.2011

Pellworm

Während unserer Fahrradtour in diesem Sommer habe ich in Den Haag einen ganz dicken Strickstoff gekauft, der ganz schön viel Platz in unseren Packtaschen eingenommen hat. Aber wenigsten einen Stoff musste ich doch mitnehmen.
Jetzt ist daraus eine herbstliche Pellwormjacke geworden, die ganz wunderbar warm ist.


Die Jacke ist leicht tailliert und hat vorne und hinten Wiener Nähte. Man kann sie mit Kragen nähen oder - wie ich - mit Kaputze. Die runden Tascheneingriffe habe ich mit gestreiftem Interlock eingefasst, ebenso wie die Ärmel, die auch noch Daumenlöcher haben.

Die Jacke ist nicht gefüttert, hat aber einen Beleg an den Vorderteilen und am Halsausschnitt, so dass sie auch geöffnet schön aussieht.


Der Schnitt ließ sich ganz einfach nähen, zumindest bis zu den Ärmeln. Der Ärmel wird aus einem Ober- und einem Unterarm genäht. Auf diesen waren Passzeichnen vorhanden, am Vorder- und Rückenteil jedoch leider nicht. Ich habe ein bischen hin und her gesteckt, bis mir klar wurde, dass die Passzeichen nicht auf die vorderen bzw. rückwärtigen Teilungsnähte treffen, sondern das Passzeichen am Unterärmel für die Seitennaht gedacht ist. Überhaupt musste ich mich mit den Ärmeln erst anfreunden, sie sind oben etwas weit (dass ist aber bei meiner gekauften Fleecejacke genauso) und die verlegte Naht für das Daumenloch finde ich auch etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das wird schon.

So und jetzt gibt es den Tatort aus Münster, den muss ich natürlich sehen!

14.09.2011

Me Made Mittwoch

Heute schaffe ich es, endlich einmal wieder mitzumachen.

Und was trage ich?
Jeans und ein schwarzes T-Shirt aus einem Wolljersery bzw. Strick nach dem Schnitt Lissabon von Schnittquelle.

aufgehellt, damit man auch was sieht...

eigentlich ist es schwarz...

Ich glaube dieser Schnitt war der erste, den ich bei Schnittquelle gekauft habe, vor vielen Jahren, aber ich mag ihn noch immer.  Insgesamt sehr schmal geschnitten und vorne mit geknotetem Oberteil. Ich habe einmal ein Foto von dem Schnittteil gemacht, damit ihr euch vorstellen könnt, wie es genäht wird:


Das Schnittteil wird einfach längs in der Mitte gefaltet, so dass die gebogene Unterkante aufeinander trifft. Diese Unterkante zusammennähen und dabei an der Bruchseite eine kleine Öffnung lassen. Durch diese Öffnung das zweite Oberteil ziehen und dann genauso zusammennähen wie die andere Seite. Also eigentlich ganz einfach. Ich glaube, dass Knotenkleid aus der Knip, das es schon in einigen Blogs zu sehen gab, wird ähnlich genäht. Das Knotenkleid von Onion wird ganz anders gearbeitet, da wird das Oberteil einfach gedreht, allerdings muss man immer ein T-Shirt unterziehen, sonst ist der Ausschnitt einfach zu tief.

Jetzt aber zu den anderen Damen des Me Made Mittwochs. Hier seht ihr, wer heute alles dabei ist.

Allen einen schönen Tag!

11.09.2011

Für kalte Tage

Gestern war im Radio immer wieder von einem herrlichen Sommertag die Rede. Auch bei uns hat sich das Thermometer tapfer nach oben gekämpft, richtig schön war es aber nicht, die Sonne hat sich kaum sehen lassen, stattdessen wurde es schwül warm. Nicht einmal draußen Apfelkuchen essen ging, die Wespen haben uns einfach nicht in Ruhe gelassen. Und heute ist es grau, windig und (immerhin) 19,3°.

Für gute Laune sorgt da ein nähtechnisches Erfolgserlebnis. Rollkragenpullover "Leipzig" von Schnittquelle aus einem schönen Strickstoff vom Wühltisch.



Der Pullover mit den Raglanärmeln war ruckzuck genäht. Nur das Säumen hat keinen Spass gemacht. Obwohl mit der Zwillingsnadel abgesteppt, hat sich der Saum gweitet, so dass ich im Nachhinein noch ein wenig an den Seiten wegnehmen musste.


Der Schnitt ist ein schöner Basisschnitt, der aber trotzdem auch variabel ist. Ich kann mir z. B. vorstellen, verschiedene Materialien zu verwenden. Im Kopf  habe ich auch die Idee von einem Raglankleid, bei dem Vorder- und Rückenteil aus festem Stoff sind und Raglanärmel und Rollkragen aus einem Strickstoff. Ich bin mir aber nicht sicher, ob dieser Schnitt sich dafür eignet. Vorder- und Rückenteil haben keine Abnäher und die Raglannaht liegt ziemlich hoch.  Vielleicht läuft mir igendwann einmal ein Schnitt für dieses Projekt über den Weg.

08.09.2011

Herbstkleid No. 2

Die Entscheidung, welchen Schnitt ich für das Herbstkleid No. 2 nehmen würde, ist schnell gefallen, gibt es doch kaum Argumente gegen das Wunderkleid Onion 2022.
Es habe zwar schon mehrere in meinem Schrank hängen, aber nur eins mit langen Ärmeln.

Die Stoffwahl fiel auf einen schönen Viskosejersey in einer wunderschönen Farbe:


Das Kleid ist schnell genäht, fast hätte ich es an zwei Abenden geschafft, einen Abend zuschneiden, einen Abend nähen, aber dann fehlte mir das passende Garn für die Säume.

Das obere Rückenteil schneide ich übrigens immer doppelt zu und verstürze es dann. Ich finde, so ist der rückwärtige Halsauschnitt sauberer und überhaupt liegt ja das vordere Oberteil auch doppelt.

Ansonsten ist das Kleid ganz schlicht.


Für's Foto habe ich einfach ein Top aus dem Schrank geholt, aber ich denke, die Farbe bietet viele Kombinationsmöglichkeiten: braun, grau, schwarz, gestreift...
Ich werde es sicher bald an einem Me Made Mittwoch präsentieren.

Mein nächste Kleid ist übrigens Butterick 5206, weil ich das von Frau Neu so schön fand und überhaupt Wickelteile liebe. Aber so richtig glücklich bin ich nicht, denn obwohl ich die kleinste Größe zugeschnitten habe, ist es viel zu groß.
Ich hoffe, ich finde am Wochenende die Ruhe und Muße an dem Schnitt zu basteln.

03.09.2011

Salat für einen lauen Sommerabend

Viele werden an diesem lauen Sommerabend sicherlich grillen.... Aber ich finde, dieser Abend ruft förmlich nach einem Birnen-Avocadosalat:


Sieht doch köstlich aus, oder? Und ist ganz einfach zuzubereiten:

Avocados und Birnen (nur wirklich reife, aromatische Früchte nehmen) in Spalten scheiden und auf Tellern anrichten. Frisch gepressen Limettensaft von zwei Limetten und Olivenöl darüber geben . Mit Salz und Pfeffer würzen. Geöstete Pinienkerne und gehobelter Parmesan darüber geben. Fertig! (Das Original Rezept ist glaube ich von Alfred Biolek)

Für die Kinder ist der Salat nichts. Deshalb hat mein Sohn für sich und seine Schwester Sandwiches vorbereitet. Sandwichbrot mit Remoulade, Salat, Gurken und Käse. Auch lecker. Davon habe ich kein Foto, deshalb noch einmal eines von dem tollen Salat:


Euch allen einen schönen Sommerabend!

01.09.2011

Herbstkleid No. 1

Ganz dringend ruft mein Kleiderschrank nach neuen Kleidern, am liebsten aus Jersey, dann sind sie zudem auch noch so herrlich bequem. Schnittmusterhefte und Stoffkiste durchwühlt und sich für Modell 9 aus der Knipmode von April entschieden.


Dieses Mal habe ich das Kleid zum einen viel schlichter gehalten und zum anderen etwas schmaler geschnitten. Die Modelle aus der Knipmode fallen doch meistens sehr groß aus. Der Stoff lässt sich nur leider unglaublich schlecht fotografieren. In Wirklichkeit sind die Kontraste zwischen den einzelnen Farben nicht so groß. Es wirkt ruhiger.
Angezogen wird das Kleid sicherlich bald an einem Me Made Mittwoch zu sehen sein, vielleicht klappt das Fotografieren dann besser.

Der Schnitt ist nicht schwer zu nähen, man muss kein Holländisch können, um die Anleitung zu verstehen. Für den Ausschnitt gibt es sogar eine Bildanleitung.

Der Schnitt gibt viele Variationsmöglichkeiten, das Ergebnis sieht sicherlich immer wieder anders aus. Ich könnte also noch eines nähen oder mache ich mich doch erst noch einmal an eine Variante von Onion 2022?

Mal sehen...