30.07.2013

Burda 4/2013 Modell 106


oder das kurze Leben eines weißen Shirts. Mein neues T-Shirt nach einem Schnitt aus der Burda 4/2013 habe ich schon ein paar Tage fertig und am Samstag erstmalig angezogen. Ganz stolz präsentiere ich es hier mit meinem schönen Mountainbike (ja, das Münsterland ist nicht nur flach!).




Auf dem Weg nach Münster zog leider ein heftiges Unwetter auf. Wir konnten uns zwar noch in ein Cafe retten, aber bei der Weiterfahrt  war es unmöglich, jede Pfütze zu umkreisen. Der Schlamm spritzte hoch, und ich war von oben bis unten mit Dreckspritzern übersäht






Leider habe ich die Flecken zuhause auch nicht komplett wieder heraus bekommen. Im Moment flattert es mal wieder auf der Wäscheleine, vielleicht gehen die Flecken ja mit der Zeit raus. 

Der Schnitt ist auf jedenfalls sehr schön. 



Eigentlich ist er für Webstoffe gedacht, aber ich habe das Shirt aus Jersey genäht und etwas schmaler gemacht. Die Abschlüsse habe ich deshalb auch nicht mit Belegen versäubert, sondern mit einem Streifen eingefasst. Bei Webstoffen sollte man auf jeden Fall einen fließenden Stoff wählen - und beim Radfahren immer schön dunkle Sachen anziehen!

26.07.2013

ein letzter Kirschkuchen

Eigentlich war ein ganz anderer Kirschkuchen geplant, nachdem ich den Mürbeteig schon fertig hatte und die Kirschen entsteint waren, fiel mir jedoch auf, dass ich für das Rezept gar nicht alle Zutaten im Haus hatte. Also habe ich improvisiert. Das Ergebnis war sehr überzeugend. Wenn ich auch jetzt wirklich keine Kirschen mehr sehen kann - besonders das Entsteinen bin ich leid - möchte ich das Rezept doch hier archivieren, damit ich im Winter weiß, was ich mit den eingefrorenen Kirschen machen kann.



Mürbeteig nach meinem Standardrezept aus 300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker, 1 Ei herstellen. Auf einem Blech ausrollen und bei ca. 200 Grad 15 Min vorbacken. Dicht mit Kirschen belegen.

Für den Belag 6 Eigelb mit 160 g Zucker schaumig schlagen, 1 kg Quark und Saft einer Zitrone hinzugeben und alles verrühren. 2 P. Vanillepuddingpulver mit 200 ml Sahne anrühren und unter die Quarkmasse rühren. Eiweiß zu Schnee schlagen und unterheben. Belag auf die Kirschen geben und den Kuchen bei ca. 180 Grad noch einmal gut 1/2 Stunde backen. Ich habe nicht so genau auf die Uhr geschaut, aber wer nicht zum ersten Mal einen Kuchen backt, wird die Backzeit sicherlich gut einschätzen können.  Frisch hat mir der Kuchen am besten geschmeckt. Heute ging er auch noch, war aber eben nicht mehr so perfekt wie gestern. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich ihn in den Kühlschrank gestellt habe, weil ich Angst hatte, dass er mir bei der Wärme verdirbt.

So und jetzt ist erst einmal Schluss mit Kirschkuchen. Es gibt ja noch soooo viele andere leckere Früchte!

25.07.2013

Zitronenfalterkleid

Während ich sehr oft Kleidung in dunklen Farben trage, habe ich bei dem schönen Wetter Lust auf helle Farben. So habe ich für mein neues Kleid "St. Malo" von Schnittquelle, endlich einen schon länger in meinem Stoffschrank liegenden Stoff in zitronenfaltergelb angeschnitten. Ich finde, zitronenfaltergelb beschreibt die Farbe absolut genau. Ich hoffe, ihr könnt sie euch vorstellen, denn die Fotos können die Farbe nur annähernd wiedergeben. Das Material ist Leinen, Reinleinen oder ein Gemisch, keine Ahnung, ich habe den Stoff im Lagerverkauf in Wolbeck gekauft.



 
Der Schnitt liegt schon etwas länger, aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich ihn endlich ausprobiert habe. Der Schnitt ist tailliert und hat in der hinteren Mitte einen Reißverschluss. Unter der Brust hat das Kleid eine Teilungsnaht, die Schultern sind überschnitten. Vorne sieht der Schnitt im oberen und unteren Teil Abnäher vor, hinten nur im unteren Rockteil. Diese habe ich etwas verbreitert und bis ins obere Rückenteil gezogen, sonst wäre es mir hinten etwas zu weit gewesen. Die Ausschnittversäuberung erfolgt eigentlich mit Belegen, weil der Stoff aber etwas durchsichtig ist, habe ich das Oberteil komplett gedoppelt und unten ein Futter eingenäht.

Mir gefällt das Kleid sehr, es ist nicht zu weit und nicht zu eng, bequem und durch das knittrige Leinen auch Zuhause tragbar. Ich werde den Schnitt auf jeden Fall noch einmal nähen.

So und jetzt setze ich mich in den Garten und esse ein Stück Kirschkuchen (wir haben immer noch Kirschen!). Das Rezept dazu gibt es morgen.

21.07.2013

Sonntagskuchen

Natürlich ein Kirschkuchen, wie sollte es anders sein, aber ein ganz besonders leckerer Prädikat empfehlenswert würde ich sagen:



Und nun zum Rezept:

Aus 150 g Mehl, 100 g Butter und 50 g Puderzucker einen Mürbeteig kneten, ausrollen und Bode und zwei cm Rand einer Springform damit auslegen. Teig kühl stellen.

Dann 100 g warme Butter mit 130 g Marzipanrohmasse verrühren. 30 g Puderzucker unterrühren. Danach 2 Eier. Zum Schluss 50 g zerkleinerte Amarettikekse und 30 g Mehl unterheben.

Diese Masse auf den kühlen Boden streichen und mit ganz vielen Kirschen belegen.

Kuchen bei 180 Grad ca. 45 Min backen. Nach dem Auskühlen mit Johannisbeergelee bestreichen.

Einen schönen Sonntag!

18.07.2013

Knip - Jurk 101

Zur Abwechslung gibt es mal wieder etwas Genähtes, und zwar Jurk 101 aus einer Knipbeilage von März 2013.
 

Der Schnitt ist ganz ähnlich wie das Kleid Rhodos von Schnittquelle, das ich hier schon einmal gezeigt habe. Eigentlich sollte aus dem Stoff auch Rhodos werden, aber dann viel mir die Beilage der Knip in die Hände und so habe ich einfach noch einmal einen neuen Schnitt ausprobiert. Von Schnittquelle verwöhnt, hat mich das Auskopieren sehr genervt, die Schnittmusterbögen sind zwar sehr übersichtlich, aber auch sehr klein, so dass mich der Schnitt an einen Downloadschnitt erinnert hat, so viel musste ich zusammenkleben.




Bei Schnittquelle werden beide Vorderteile nach einem Schnittmusterteil zugeschnitten, hier besteht das Vorderteil aus zwei unterschiedlichen Schnittteilen. Das untere ist unten gerade geschnitten, das obere gebogen. Auch hinten sollte eingentlich noch ein solches Wickelteil genäht werden, das habe ich aber weggelassen. Obwohl ich Gr. 34 verwendet habe, war mir das Kleid zunächst etwas zu weit und zu lang, aber ich habe es ganz gut hinbekommen und bin jetzt sehr zufrieden.


Welcher Schnitt mir besser gefällt, kann ich gar nicht sagen, ich liebe beide Kleider und trage sie oft! Aber noch eins brauche ich erst einmal nicht, es gibt schließlich so viele schöne Schnitte!

17.07.2013

Kirschenzeit

Endlich ist der Sommer da und mit ihm die Kirschen. Mein Mann freut sich über jede einzelne Kirsche, die er pflücken kann und bringt sie mir eimerweise in die Küche: "Sind die nicht schön, schau mal!"

Und was mache ich? Heute: Kirschen waschen, entsteinen und Marmelade kochen, und zwar so:

5 kg entsteinte Kirschen mit einer Flasche Rotwein, 150 ml Limettensaft, 4 Pakete Gelierzucker 3:1, Mark von zwei Vanilleschoten und dem Saft von drei Zitronen vermengen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag die Kirschen mit dem Pürierstab zerkleinern. Portionsweise drei Minuten sprudelnd kochen lassen und in saubere Gläser füllen.


Die Schildchen habe ich hier runtergeladen, beschriftet und auf normalem Papier ausgedruckt. Ich bestreiche die Schildchen mit Milch und klebe sie so auf das Glas. Sie halten solange wie sie sollen, sprich, sie lassen sich beim Spülen des leeren Glases mühelos wieder entfernen.

Und was gibt es morgen zum Frühstück? Vollkornbrot mit Frischkäse und... KIRSCHMARMELADE!

10.07.2013

Taufkleid

Die Nachbarin hat mich gebeten, ein Taufkleid für ihre Tochter zu nähen. Eine echte Herausforderung für mich, denn erstens hat sich bei uns nie die Notwendigkeit eines Taufkleides gezeigt und zweitens habe ich auch noch nie etwas in so einer kleinen Größe genäht.

Weil ich mir wegen der Größe nicht sicher war, habe ich zunächst ein Probekleid gemacht. Und ich finde, es sieht ganz entzückend aus:


Der Stoff ist gestreift und gepunktet und befand sich noch in meinem Fundus. Ins Oberteil habe ich die im Schnitt vorgesehenen Biesen eingenäht und in die Mitte noch eine Blume aus einer Borte, die ich noch von meiner Oma habe, genäht.  Sieht gar nicht aus wie ein Taufkleid, oder? Aber das nächste Modell, das Foto ist zwar nicht so toll geworden, aber ich glaub man kann etwas erkennen. Schaut einmal:


Dieses Mal habe ich das Rockteil verlängert und auch hier Biesen eingenäht und eine Spitze aufgenäht. Auch der Saumabschluss ist eine Spitze. Die Ärmel hat sich die Mutter in der langen Version gewünscht. Das Kleid war sehr einfach zu nähen, nur die winzigen Ärmelbündchen waren etwas friemelig. Da ist ja mein Nähmaschinenfüßchen fast zu groß gewesen.  Hat aber alles geklappt. Die Mutter ist glücklich und mir hat es Spaß gemacht, das Taufkleid zu nähen. Und vielleicht gibt es am Sonntag noch Fotos mit Kind.....

Ach ja, der Schnitt ist Burda 9804.