17.02.2014

Sonntagskuchen und Geburtstagskleid

Auch wenn ich schon in dem Alter bin, in dem ich nicht mehr gerne älter werde, ist so ein Geburtstag doch ein schöner Anlass, mir ein Kleid zu nähen und ausgiebig zu backen. Mein Mutter fragte direkt, wie viel Besuch in denn erwarten würde. Ja, ich neige dazu, zu viel zu backen. Lucy hat vor langer Zeit einmal etwas von einem Kuchenbuffet geschrieben, ich kann das Bild leider nicht mehr finden, auf jeden Fall geht es bei uns auch immer so zu. Gebacken habe ich
 

Wiebkes genialen Karottenkuchen,

 

die Kirschtarte, weil ich vom Sommer noch so viele Kirschen in der Truhe habe und

 

einen Birnen-Weinkuchen (Das Rezept maile ich bei Bedarf gerne zu).
Und Reste vom Zitronenkuchen, den mein Mann für mich zum Geburtstag gebacken hatte, gab es auch noch. Wie viele Personen wir waren, verrate ich aber jetzt nicht.....


Nach den ganzen Kuchenfotos nun aber auch noch ein Foto von meinem Kleid



Viel muss ich dazu sicher nicht mehr sagen, es ist das legendäre Dodo-Kleid. Ich habe es aus einem schönen Tweed genäht, den ich auf der Annäherung bewundert habe und den mir Nina vom Nähkontor zugeschickt hat.

Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

12.02.2014

MMM Wintermantel

Yeah, es ist erst Februar und mein Wintermantel ist schon fertig! Angefangen bin ich schon vor Ewigkeiten, vermutlich im November. Aber dann kam immer etwas dazwischen und zeitweilig hatte ich auch einfach keine Lust, daran zu arbeiten. Aber erst einmal zum Schnitt:


Das Modell stammt aus der Easy Fashion von diesem Winter und war mir schon beim ersten Durchblättern aufgefallen. Ich mag das Schlichte, verbunden mit den pfiffigen Details. Eigentlich bin ich ja eher für gedeckte Farben, aber als ich mich in einem Stoffladen in Münster zwischen petrol und rot entscheiden musste, habe ich spontan den roten Mantelstoff gewählt. Es ist einwirklich sehr schönes warmes rot, mit dem ich ganz glücklich bin. Hätte ich allerdings geahnt, dass sich rot ebenso schlecht fotografieren lässt wie schwarz...

 Der Reißverschluss ist natürlich nicht pink, sondern passt farblich ziemlich genau zum Stoff. Ich habe einen 2-Wege Reißverschluss genommen und ihn auf die passende Länge kürzen lassen. Aber man braucht natürlich keinen 2 Wege Reißverschluss, völliger Quatsch und teuer obendrein. Irgendwie hatte ich meine Gedanken beim Kauf wohl nicht alle beisammen. Der Mantel hat zwei Eingrifftaschen in den vorderen Teilungsnähten und einen Stehkragen, der mich heute bei dem frischen Wind schön geschützt hat.
Beim Laufen klafft das untere Vorderteil etwas hervor. Zuerst habe ich überlegt, den Reißverschluss noch etwas zu versetzen, damit die Vorderteile weiter übereinander liegen, aber dann stimmt die Symmetrie nicht mehr, mal abgesehen davon, dass es bei dem fertigen Mantel doch ein großer Aufwand wäre. Das Rückenteil saß ohne Änderungen, beim Vorderteil habe ich etwas Weite im Brustbereich weggenommen. Und die Schultern waren natürlich auch viel zu breit. Aber diese Änderungen ließen sich ja leicht durchführen.

Die Ärmel sind unterteilt, beim Originalmodell sind die Einsätze aus einem anderen Stoff genäht, auch schön, aber einen passenden Rotton zu finden, war mir zu aufwendig. Ich habe schon nach dem Reißverschluss lange suchen müssen.
Ich werde den Mantel bestimmt noch ein paar Mal tragen - am besten passt er zu Hosen oder schmalen Röcken - aber gleichzeitig auf den Frühling hoffen. Zumindest trage ich farblich schon einmal etwas zum Frühling bei. Viele MMM Damen sind auch heute wieder auf dem MMM Blog versammelt, angeführt von Catherine in einem ganz wundervollen - auch noch winterlichem - Kostüm!






10.02.2014

Sonntagskuchen No. 4

Wir fahren schon seit vielen Jahren in ein kleines Dorf in Bayern, um dort unseren Urlaub zu verbringen. Wenn wir dann nach einer langen Wanderung hungrig wieder im Dorf angkommen, habe ich oft immmer Lust auf ein schönes Stück Kuchen, aber Kaufkuchen bekommt mir meistens nicht so gut, welhalb ich es dann lieber ganz sein lasse. Durch Zufall haben wir bei einem unserer letzten Urlaube ein Cafe entdeckt, dass uns vorher nie aufgefallen war, keine Ahnung warum, eigentlich hätte es mich magisch anziehen müssen, hallo hier bin ich, komm rein, hier gibt es fantastischen hausgemachten Kuchen! Am besten schmeckt mir dort der Mohnkuchen, genauer Mohn und Mandarine. Zuerst war ich skeptisch, ich mag zwar Obstkuchen sehr gerne, aber irgenwie hat mich Mohn und Mandarine an diese warmen Früchte erinnert, die hier bei uns im Münsterland zu Fleisch gegessen werden - gar nicht mein Fall, weder warme Früchte noch Fleisch.
Aber schon nach dem ersten Bissen von dem Kuchen hat sich meine Skeptik gelegt.... einfach lecker! Das Rezept wollte man mir nicht verraten, aber ich habe experimentiert und gestern das erste Probeessen gemacht.. Und? Der kann schon fast mit dem Original mithalten, mir persönlich ist der "Puddinggeschmack" etwas zu weit vorne, der Rest der Familie fand das aber nicht. Ob ich beim nächsten Mal zum Binden halb Stärke halb Puddingpulver nehme? Mal sehen, jetzt aber erst einmal ein Foto vom Kuchen und natürlich das Rezept:
 



Und jetzt das Rezept:

Aus 250 g Mehl, 65 g Zucker, 125 g Butter, 1 Ei einen Mürbeteig kneten. 2/3 des Teiges ausrollen und in eine Springform legen. Den Boden ca. 10 Min bei 200 Grad vorbacken. Die Form abkühlen lassen, den Rand einfetten und den restlichen Mürbeteig als Rolle an den Rand legen und dann flach andrücken. 

Für die Füllung 2 Dosen Mandarinen abtropfen lassen. 500 ml Milch abmessen. 100 g Puddingpulver mit etwas von dieser Milch anrühren. Restliche Milch zum Kochen bringen. Puddingpulver einrühren und noch einmal aufkochen lassen (Der Pudding ist sehr steif). Etwas abkühlen lassen und dann den Mandarinensaft nach und nach unterrühren. Das geht am besten mit dem Handrührgerät. Danach 2 Packungen Mohnback (500 g) sowie 2 Eier unterrühren. Zum Schluss die Mandarinen vorsichtig unterheben. Die Masse auf den vorgebackenen Mürbeteig geben.

Für die Streusel 150 g Mehl, 75 g Zucker und 75 g Butter verrühren - ich mache das mit den Knethaken des Handrührgerätes, es geht aber auch mit der Hand.  Auf die Mohnmasse geben und den Kuchen bei 200 Grad 60 Minuten backen.

Mehr Leckereien gibt es bei Monika! Es sind schon wieder so viele schöne Rezepte veröffentlicht, da muss ich bald mit dem Nachbacken anfangen.

03.02.2014

Sonntagskuchen No. 3

"Immer backst du Apfelkuchen", habe ich heute von einem Teil der Familienmitglieder gehört. Stimmt, Apfelkuchen backe ich recht häuftig, denn Äpfel mag hier jeder, im Gegensatz zu Pflaumen oder Kirschen. Und Äpfel bieten eine unendliche Breite bei der Kreation eines Kuchens. Heute gibt es einen ganz klassischen Apfelkuchen, der uns allen so gut geschmeckt hat, dass fast nichts mehr davon übrig ist.



Zuerst werden die Äpfel vorbereitet. Ca. 2 kg Boskopäpfel schälen und klein schneiden. Mit etwas Wasser und Saft einer halben Zitrone in einem Topf garen. Mit Rosinen, Zimt, Zucker und Vanillezucker abschmecken. Kalt stellen.
Aus 300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker, 1 Ei und 2 Teel. Backpulver einen Mürbeteig erstellen und in drei Teile teilen.  1/3 des Teiges zu einem Kreis ausrollen, auf den Boden einer 26er Form legen und ca. 10 Min. bei 200 Grad backen, bis der Boden schon etwas gebräunt ist. Aus dem zweiten Drittel eine Rolle formen, am Springformrand entlang legen und flach drücken. Apfelkompott einfüllen. Aus dem restlichen Teil einen weiteren Kreis ausrollen und als Deckel auf das Apfelkompott legen. Rand etwas andrücken. Den Kuchen ca. 30 Min bei 200 Grad backen und etwas auskühlen lassen
Für den Guss Puderzucker mit Zitronensaft und Wasser verrühren und den Kuchen damit glasieren.
Mit Sahne einfach lecker!
Mehr Inspirationen für den Sonntagskuchen gibt es hier.