28.10.2016

Partyrock-Sew Along Teil 3: Zusammen nähen, Rock anpassen und Säumen

Ich habe mit dem Zusammennähen der Rockteile noch gewartet, bis Meikes Beitrag zu diesem Teil des Sew Alongs veröffentlich wurde, um ihre Tipps nutzen zu können. Wie auch bei Teil 1 und 2 des Sew Alongs, hat sie in ihren Beiträgen ihre persönliche Erfahrung beschrieben und somit die Anleitung, die dem Schnitt beigefügt ist, toll ergänzt. Auf diese Tipps wollte ich natürlich nicht verzichten! Aber dennoch ist mein Rock noch nicht fertig. Aber vielleicht sollte ich erst einmal schreiben, was ich schon gemacht habe? Die Rockteile zusammengenäht und den Reißverschluss eingenäht. In der Taille etwas Weite weggenommen und den Beleg mit Schrägband eingefasst.




Wenn ich am Wochenende Zeit habe, werde ich den Rock erst einmal gut bügeln, den Beleg festheften und mich dann an den Saum machen. Da bin ich mir allerdings total unsicher. Mit Schrägband einfassen? Oder wird der Saum dann zu fest und es ist doch besser, einfach nur einen schmalen Saum zu legen und von Hand anzunähen?

Bis Dienstag ist der Rock hoffentlich fertig, damit ich an der Abschlusspräsentation teilnehmen kann.

Ich freue mich schon und danke Meike ganz herzlich für diesen Sew Along!

26.10.2016

MMM im Jeanskleid

Im Moment habe ich das Gefühl nichts Vernünftiges im Kleiderschrank zu haben, ich müsste dringend mal sortieren - da fehlt mir mein Tochterkind, die ein ganzes Jahr im Ausland ist - und mir sonst immer mit ehrlichen Antworten zur Seite stand. Aber sie kommt ja wieder!
Und bei diesem Kleid, ist die Antwort sowieso klar: Behalten!



Solche Kleider stehen mir einfach. Der Schnitt ist aus der Fashion Style 03/2016 - allerdings musste ich einige Anpassungen vornehmen, um es auf meine Figur zu bringen. Aber alles, was zählt ist das Ergebnis und damit bin ich zufrieden.


Der Jeans hat etwas Stretch, aber das Kleid ist eh nicht zu eng, ich habe genügend Bewegungsfreiheit.


Die Stiefel habe ich schon im letzten Winter gekauft, ich finde sie ziemlich cool, habe sie aber noch nicht wirklich getragen, weil sie sehr hell sind und zu manchen meiner Sachen für meinen Geschmack einen zu starken Kontrast bilden. Zum diesem Kleid finde ich sie aber toll.

Mehr Frauen in selbstgenähter Kleidung gibt es wie jeden Mittwoch hier zu sehen.

23.10.2016

Partyrock-sew-along-Teil-2-Zuschneiden


Auf geht's zum zweiten Teil des Sew Alongs zum Partyrock. Ich musste erst einmal passenden Stoff kaufen, was gar nicht so einfach war, weil ich einen fließenden Stoff wollte. Die Geschäfte sind im Moment voll mit warmen Winterstoffen für Jacken und Mäntel. Entschieden habe ich mich letztendlich für einen roten kreppartigen Stoff, nicht zu dünn und mit einem schönen Fall. Die Qualität vermutlich nur so naja, aber es war der einzige Stoff, der meinen Vorstellungen in etwa entsprach.

Spät abends habe ich mich an den Zuschnitt gemacht. Mich für eine Stoffseite als die rechte entschieden und - wie empfohlen - in einfacher Stofflage zugeschnitten. Dabei habe ich die Schnittübersicht aus der Anleitung immer im Auge behalten und hatte am Ende auch wirklich sechs gleiche Teile. Die Faltenmarkierungen habe ich mit Kreide auf die rechte Stoffseite übertragen (weil ich die Anleitung so verstanden habe) und dann noch einmal mit einem Heftfaden markiert, weil ich sie auf der linke Seite - wie ich es eigentlich auch gewohnt bin - sinnvoller finde.

Soweit war erst einmal alles gut, bis ich mich heute an das Nähen der Falten machen wollte. Bei Tageslicht fand ich die ursprünglich als links gewählte Stoffseite doch besser.  Dies ist nicht wirklich ein Problem, weil ich die Einlage noch nicht aufgebügelt hatte, aber die Falten zeigen nun in die andere Richtung als von der Designerin gewollt (siehe Grafik oben)


Bei den Designbeispielen zum Schnittmuster sind aber auch beide Varianten zu sehen. 

Meine Rockbahnen sind nun fertig zum Zusammennähen, ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis, nächsten Dienstag geht es ja schon weiter. 

Hier geht es zu Meikes ausführlichen Erklärungen zum Zuschneiden und Falten nähen!

19.10.2016

Named Helmi Tunic Dress

Bei neuen Schnittmustern bin ich oft sehr vorsichtig und warte ab, bis erste Bilder und Erfahrungsberichte im Netz auftauchen. An einem Abend, an dem ich das Bedürfnis hatte, mir unbedingt etwas Gutes zu tun, habe ich mir die neue Kollektion von Named angesehen und gleich drei Schnittmuster bestellt. Besonders das Helmi Tunic Dress hatte es mir angetan. Ich mag schlichte, geradlinige Kleider. Auch wenn ich manchmal mit anderen Formen experimentiere, komme ich immer wieder auf dieses Schnittführung zurück.



Die Hemi Tunic ist ganz schlicht. Nicht einmal Knöpfe "stören", denn das Kleid hat eine verdeckte Knopfleiste. Hingucker ist die geschwungene Saumlinie,  hinten länger als vorne. Im Original hat das Kleid dreiviertel Ärmel, ich habe meine mit langen Ärmeln genäht. Nur einen ganz entscheidenen Fehler hat das Kleid, es hat keine Taschen, was ich wirklich nicht verstehe, denn der Schnitt schreit förmlich nach Nahttaschen.



Das Nähen der Tunic stellt keine größeren Herausforderungen. Ich habe Gr. 36 genäht und sie etwas enger gemacht und etwas gekürzt. Beim nächsten Mal würde ich direkt Gr 34 nehmen.
Auf den Fotos fällt mir auf, dass die Ärmel recht weit sind.


Der Stoff ist ein dickerer Crepe in einem wunderschönen Grün. Passend für diese Jahreszeit. Ich kann mir die Tunika aber auch gut für den Sommer vorstellen, aus Hemdenstoff, weiß, hellblau oder auch in gestreift oder aus Leinen..... Zunächst brauche ich aber noch eine Herbstvariante in einem gemusterten Stoff - Sybille hat so ein schönes Modell genäht! Da fehlt aber noch der richtige Stoff. Wintertauglich und mit gutem Fall, gar nicht so einfach.

Und damit geht es ab zum MMM, ich bin ganz begeistert von den Raven-Kleidern, die ich dort gesehen habe ... Der MMM ist doch immer wieder eine tolle Inspirationsquelle. Danke an die lieben Organisatorinnen!

16.10.2016

Lieblingsteil des Sommers

Die Herbstsonne schien heute Nachmittag so schön warm in mein Gesicht, dass es sich fast wie Sommer anfühlte. So ganz lange ist es auch noch nicht her, dass ich meinen Jumpsuit Sallie getragen habe. Für mich das Schnitt-Highlight des Sommers. Den Schnitt gibt es natürlich nicht erst seit diesem Sommer, sondern schon viel länger. Zuerst war ich von Jumpsuits nicht überzeugt, entweder Blaumann Assoziation, Schlafanzug oder zu niedlich. Nachdem ich Kleidermanies Sallie gesehen habe, stand ein Jumpsuit aber doch auf meiner Haben-Wollen-Liste. Trotzdem hat es noch ein ganzes Jahr gedauert, bis ich mir eine Sallie genäht habe.



Ich habe ihn aus einem hochwertigen Viskosejersey genäht, damit bin ich auch ganz gut zufrieden. Welche Größe ich genommen habe, weiß ich leider nicht mehr, allerdings würde ich beim nächsten Mal eine Größe kleiner nehmen, da ich ihn etwas schmaler gemacht habe. Nur am Ausschnitt musst ich tricksen, der war viel zu tief für mich. Ich habe zwischen Innen- und Außenstoff ein Dreieck zwischengefasst - natürlich erst nachträglich, was eine ganz schöne Friemelei war. Alternativ hätte ich ein Shirt drunter ziehen können, was ich aber wegen des Rückenausschnitts nicht wollte.




Als Gürtel habe ich an ein dickeres Lederband zwei längliche Perlen als Endstücke geklebt.
Den Jumpsuit habe ich diesen Sommer wirklich oft getragen und mich immer gut angezogen gefühlt, im Garten, im Büro, zum Eisessen oder auf einer Party. Für nächsten Sommer werde ich mir auf jeden Fall noch einen nähen!

12.10.2016

MMM - Streifenkleid



Der Streifenstoff lag schon lange in meinem Vorrat und war ursprünglich für ein ganz anderes Projekt gedacht. Wie gut, dass ich damals nicht dazu gekommen bin, den Stoff zu vernähen, denn jetzt bin ich sicher, dass dieser Schnitt die bessere Wahl war. Wie fast immer sehe ich allerdings auf den Fotos Stellen und denke: Ob ich da noch einmal ran muß? Aber nein, das Kleid bleibt so wie es ist!

Der Schnitt ist aus der Fashion Style 09/2015. Ich habe ihn schon einmal genäht und wusste, dass mir der Halsausschnitt zu weit ist. Ich habe deshalb bereits vor dem Zuschnitt von der vorderen Mitte aus etwas weggenommen.


Ganz um das Anpassen bin ich natürlich trotzdem nicht gekommen, denn jeder Stoff fällt ja bekanntlich anders.



Die Steifen passen sehr gut aufeinander - das Ergebniss einiger Trennerei! Gut gefällt mir auch, dass der Streifenverlauf der Ärmel mit dem Verlauf des Kleides übereinstimmt.


Den Saum werde ich aber noch einmal wieder öffnen und das Kleid einen cm länger machen, dann habe ich nämlich einen weißen Abschluss, dass finde ich insbesondere bei blickdichten Strümpfen schöner.

Mit meinem Streifenkleid geht es jetzt zum MMM!


11.10.2016

Partyrock-Sew Along Teil 1: Größenwahl, Stoffwahl und Schnittmuster vorbereiten

Lange habe ich mich auf die Schnitte von Frau Crafteln gefreut und war dann bei Erscheinen doch etwas enttäuscht. Das Knitterkleid erschien mir für mich zu fraulich und eher für den Sommer geeignet. Dazu noch der große Kragen. Die Modellbeispiele von Frau Bunte Kleider haben mich aber überzeugt. Claudia hat den Schnitt einfach toll umgesetzt! Ich werde den Schnitt auf jeden Fall bald ausprobieren. Aber heute geht es ja um den Partyrock. Auch da war ich bzw. bin ich sehr skeptisch. Nicht was das Design angeht, ich finde die raffinierten Falten sehr reizvoll, sondern eher, ob mir der Schnitt stehen wird. Ich trage eher schmal geschnittene Kleidung. Weil Anprobieren nicht geht, mache ich einfach beim Sew Along mit und finde heraus, ob der Partyrock und ich zusammen passen.

Den Schnitt habe ich schon ausgedruckt und zusammengeklebt. Ich werde das Schnittteil noch mindestens drei Mal abzeichnen, dann habe ich es beim Zuschneiden einfacher. Doch zunächst muss ich mich für eine Größe entscheiden. Meine Hüftweite liegt bei 90 cm, damit werde ich mich für Größe 0 entscheiden müssen, meine Taillenweite bei 68, da muss ich ggf. ein ganz klein wenig zugeben. Längenmäßig habe ich mich für die kürzere Variante entschieden.

Die Stoffwahl beeinflusst das Aussehen des Rock erheblich. Toll finde ich einen Stoff mit leichtem Glanz und etwas Stand, aber nicht für mich, ich würde auch keinen Petticoat tragen. Ich möchte einen leichteren Stoff mit einem schönen Fall, einen, den ich gut mit schwarzen oder braunen Stiefeln/Oberteilen kombinieren kann. Also auch gerne grün, rot, taupe, vielleicht sogar gemustert... Mein Stoffvorrat gibt leider keinen geeigneten Stoff her, deshalb habe ich heute nach der Arbeit einen kurzen Abstecher zum Stoffgeschäft gemacht, aber nicht das Passende gefunden. Aber bis zum Zuschnitt ist es ja noch etwas Zeit.

Frau Crafteln hat alles Wichtige zur Größen- und Stoffwahl und zur Vorbereitung des Schnittmusters sehr ausführlich hier beschrieben -  Danke dafür! Ich freue mich schon auf nächsten Dienstag - dann hoffentlich schon mit dem passenden Stoff.

05.10.2016

Drei mal Kellerfalte

im Rücken.



Bei Burda gab es in letzter Zeit öfter Blusen mit Kellerfalten zu sehen. Ich finde solche Falten sind ein schönes Detail, besonders wenn sie im Rückenteil sind und mit einem geschwungenen Saum einhergehen.
Diese Bluse ist aus der Burda März 2016  und ansonsten ganz schlicht. Der Stoff ist eine Viskose, die sich sehr schön weich anfühlt und zum Glück nicht ganz so stark knittert.
Ich habe die Bluse schon vor einer ganzen Weile genäht, wenn ich mich richtig erinnere, habe ich keine Änderungen vorgenommen, nur vorne etwas Länge zugegeben.

Obwohl ich mit dem Schnitt sehr gut zufrieden bin, habe ich für zwei weitere Stoffe einen anderen Schnitt (6631) gewählt, einfach nur, weil ich ihn hatte und gerne ausprobieren wollte.


Dieser Schnitt hat eine vorverlegte Seitennaht und auch das Vorderteil verläuft geschwungen. Hier habe ich es vorne - glaube ich - etwas begradigt.




Auch diese Bluse ist ein Lieblingsteil des Sommers 2016! Der Stoff ist vom Muster wirklich wunderschön und trägt sich toll. Allerdings fühlt er sich etwas kühl an, dass mag ich nicht immer aniehen und habe mir daher noch eine Variante für kühlere Tage genäht. 

 
 Ärmel und Vorderteil sind aus einem weichen Spitzenstoff, leicht wärmend, wie ein Jersey und auch elastisch.
Das Rückenteil besteht aus farblich passender Seide.

Die Bluse fühlt sich sehr gut an, die Seide knittert kaum und hat einen schönen Fall.


Die Farbe lässt sich schwer fotografieren und auch schlecht beschreiben. Egal, mir steht sie gut und ist eine willkommende Abwechslung in meinem Kleiderschrank, bevor bald die dunklen Farben wieder Überhand gewinnen.

Mehr selbstgenähte Kleidung, hell oder dunkel, mit und ohne Kellerfalte gibt es auch heute wieder auf dem Me Made Mittwoch Blog. Ich freue mich, mal wieder dabei zu sein!

02.10.2016

Sommer 2016

Eigentlich wollte ich heute meine Näh-Lieblinge des Sommers 2016 zeigen - Kleid Ivy aus der LMV und den Sallie Jumpsuit von Closet Case Patterns - um wieder ins Bloggerleben zurück zu kehren, aber genau diese Fotos sind nichts geworden.

Nun denn, dann gibt es heute eben eine Bluse zu sehen, die ich diesen Sommer auch sehr viel getragen habe, und zwar die Bluse Calla von Kibadoo.


Schon lange wollte ich mir ein Hemd aus Windelstoff (Käseleinen) nähen, weil ich so eines vor zwanzig Jahren besessen und heiß geliebt habe. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich in dem Zusammenhang auf den Schnitt Calla gekommen bin, jedenfalls habe ich den Schnitt gekauft, die Bluse aus Käseleinen genäht und damit wirklich einen Glücksgriff gemacht. Der Schnitt gefällt mir, die Passform ist für mich perfekt. Der Stoff fühlt sich toll auf der Haut an - angenehm weich und warm an kühleren Tagen und nicht zu dick an wärmeren Tagen. Nicht steif und daher bequem und das Bügeln kann man sich auch noch sparen. Ein absolutes Lieblingsteil!


Die Ärmel haben keine Manschetten, sondern nur Riegel, mit denen man die aufgekrempelten Ärmel fixieren kann. Die Bluse ist hinten länger als vorne. Alle Nähte habe ich als französische Nähte gearbeitet.


Am liebsten habe ich sie mit einer hellen Hose und Sneakers getragen und mich damit auch an Tagen mit weniger als 20 Grad herrlich sommerlich gekleidet gefühlt.